Fundstücke …

Da suche ich heute was ganz harmloses auf Google (Postadresse eines BKA-Mitarbeiters), und dabei stoße ich auf folgende Perle der Geschichte:

Betrifft:
Begutachtungsverfahren, Rationalisierung;
Nutzung der elektronischen Kommunikation, insbesondere auch bei Übersendungen an das Präsidium des Nationalrates

Das ganze stammt aus 1998, und enthält folgenden Text:

Grundsätzlich wurde in der Bundesverwaltung X.400 als die präferierte Mail-Basis vereinbart, die bereits weitgehend zum Einsatz kommt. Im Bereich der Landesverwaltung hat sich eher Internet-Mail durchgesetzt, was aber durch die möglichen Übergänge (sogenannte Gateways) zwischen X.400 und Internet keine Inkompatibilität bedeutet.

Probleme bestehen bei der Versendung über Internet insbesondere bezüglich der Bestätigung des Erhalts elektronischer Sendungen. Im Internet gibt es – von Standardisierungsansätzen abgesehen – noch keine flächendeckende Problemlösung, da die von Systemen gelieferten Empfangsnachrichten nichts über den Empfang durch den Anwender selbst aussagen; etwas Hilfe bieten einige Mail Clients mit Anwender – konfigurierbaren Respondern. Diese Problematik ist bei X.400 von Anfang an gelöst.

Aus Gründen der Übertragungsqualität und -sicherheit wäre im gegebenen Zusammenhang jedenfalls – dort wo bereits vorhanden – X.400 der Vorzug zu geben.

So kann man sich täuschen.

Das erinnert mich an einen Artikel in den DFN-News von ~1990, in denen das Internet im DFN als Zwischenlösung (bis sich OSI durchsetzt) bezeichnet wurde.