Ein anderer Vorschlag zu Facebook

Markus Sulzbacher schlägt im Standard vor, Facebook aus Datenschutz/Kartellrechtsgründen zu zerschlagen.

Ich hätte da einen andere, deutlich subtilere Idee:

Facebook (das social media network) selber halte ich nicht für wahnsinnig wichtig, diese Netze kommen und gehen und Facebook wird hier keine Ausnahme sein. Ich halte WhatsApp für die langfristig deutlich spannendere Plattform, weil sie ein deutlich grundlegenderes Thema mit noch stärkerem Metcalfe’s Law Effekt behandelt: Die simple (text/voice) Kommunikation zwischen zwei Menschen und (fast noch wichtiger) in Gruppen.

Es gibt aus regulatorischer Sicht dafür aber bereits eine klare Lösung, die beim Telefonnetz super funktioniert hat und die Monopole erfolgreich aufgebrochen hat: Die Pflicht zur transparenten Vernetzung der Telefonanbieter inklusive Nummernportierung.

Daher: es wäre einfach an der Zeit, IM Systeme mit einer gewissen Marktmacht, also etwa Skype, WhatsApp, Facebook Messenger, iChat, … genauso zu behandeln, wie Telefonnetze und SMS und deren Interoperabilität vorzuschreiben.

Ja, das kann Österreich nicht im nationalen Alleingang machen, aber die EU hätte die Macht dazu.

Ob die EU auch die Eier dafür hat, ist die offene Frage.